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18.5.2012 : 18:40 : +0200

Briefverkehr

Sehr geehrter Herr Dr. Friedrich Folger,

[...] Ich schätze die historische Aufgabe, die die Stadt Weimar gegenüber dem Kampf von namenlosen Helden gegen diktatorische und despotische Regime auf der Welt empfindet. Es hat mich glücklich gemacht, dass ich für meinen bescheidenen Einsatz im Bereich der Menschenrechte für den Preis im Namen von unvergleichlichen Menschenrechtsvertretern ausgewählt worden bin. Selbst wenn die Vergabe von solchen Preisen nicht das Ende von Menschenrechtsverletzungen herbeiführt, so haben wir dennoch keinen Zweifel daran, dass sie einen Beitrag zur Entwicklung hin zu diesem Ende darstellt. Die Vergabe von solchen Preisen, wo auch immer auf der Welt, verstärkt die Solidarität unter den Menschenrechtsaktivisten und macht sie stärker. Ich möchte betonen, dass es mir eine besondere Freude sein wird, am Jahrestag der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen, dem 10. Dezember, mit Ihnen zusammen zu sein. Ich werde Ihnen aber noch gesondert mitteilen ob ich zu diesem Zeitpunkt aufgrund meiner gesundheitlichen Situation und der ärztlichen Empfehlung kommen kann oder nicht. Sollte meine Gesundheit ein Kommen nicht zulassen, so möchte ich jetzt schon mein Bedauern zum Ausdruck bringen. […] (Frau Meral Danis-Bestas war zu diesem Zeitpunkt schwanger. d. R.)
Brief vom 28.09.1998 von Meral Danis-Bestas an den Bürgermeister Dr. Friedrich Folger