Sie sind hier: Preisträger > Preisträger 2002 > Pressespiegel
DeutschEnglishFrancais
18.5.2012 : 18:39 : +0200

Pressespiegel (Auszüge)

Viel Echo auf Preisvergabe  
Die Vergabe des Menschenrechtspreises der Stadt Weimar 2002 an die Organisation „Jamaikaner für Gerechtigkeit“ (JFJ) fand bereits im Vorfeld starke Beachtung. Als der deutsche Botschafter in Jamaika die Nachricht verkündete, habe diese für Medienecho gesorgt, hieß es gestern aus dem Weimarer Rathaus. Der Preis wird am Dienstag an JFJ-Vorsitzende Carolyn Gomes verliehen.
TA | 05.12.2002  

Zivilen Mut beflügeln  
Erschöpft wirkte Carolyn Gomes gestern. Und Erschöpfung schilderte sie auch für die Zeit, da dem JFJ, den Gomes mitbegründete, die Botschaft von der Auszeichnung aus Weimar zugetragen wurde. Carolyn Gomes ist Kinderärztin. Ihr Beruf habe ihr den Weg geebnet, zu begreifen, dass ihr Land keineswegs gleiche Rechte für gleiche Bürger bereit halte. So erklärt es ein wenig abstrakt die Preisträgerin. Der Preis werde ihren und den Mut ihrer fast 200 Mitstreiter weiter beflügeln.
TLZ | 11.12.2002

Mehr Gerechtigkeit in Jamaika ist ihr Ziel  
Die  jamaikanische Organisation war 1999 nach landesweiten Unruhen als Folge der dramatisch ansteigenden Armut gegründet worden. Nach Schätzungen der UNO lebt etwa ein Drittel der Bevölkerung Jamaikas unterhalb der Armutsgrenze. Das Land habe nicht nur weltweit die höchste Mordrate pro Einwohner, sondern auch die höchste Zahl von Todesopfern bei Schusswechseln mit der Polizei. Die Bürgerrechtsorganisation hat nach Angaben ihrer Vorsitzenden bei der Internationalen Menschenrechtskommission Klage gegen einen Polizisten erhoben, der in zweieinhalb Jahren in zehn Mordfälle verwickelt sein soll. Der Polizeipräsident der Stadt Kingston müsse jetzt in 30 Tagen eine Stellungnahme dazu abgeben, sagte Carolyn Gomes vor der Preisverleihung in Weimar.
TLZ | 11.12.2002  

Verschwundene Preisträgerin  
„Ihr habt ja gar keinen Schnee“, rief Menschenrechtspreisträgerin Carolyn Gomes aus, als sie in Weimar eintraf. Zu Hause habe man ihr versprochen, in Deutschland liege Schnee, schilderte die Jamaikanerin. Umso begeisterter war sie vom Weihnachtsmarkt. Das illuminierte Rathaus, die bunten Fenster, der prächtige Baum gefielen ihr wunderbar. Aber auch darüber hinaus war sie vom Fluidum der Stadt Weimar sehr angetan. Offenbar so sehr, dass sie den Beginn der Festveranstaltung verpasste. Es war schon das akademische Viertel verstrichen, als Sitzungsleiter Horst Hasselmann bekannt gab, dass die Preisträgerin verschwunden war. Zum Glück wurde sie rasch gefunden.
TA | 11.12.2002